Wasserdoktor
Sebastian Kneipp
Pfarrer Sebastian Kneipp erkannte schon früh, wie eng Natur, Bewegung und Gesundheit miteinander verbunden sind – ein Gedanke, der bis heute aktuell ist.
Sebastian Kneipp und das Jordanbad verbindet eine besondere Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das traditionsreiche Jordanbad bei Biberach zu einer der frühen Kneipp’schen Wasserheilanstalten. Eine entscheidende Rolle spielte dabei der Arzt Dr. Johann Nepomuk Stützle, der Kneipps Wasserheilverfahren in Wörishofen kennenlernte und im Jordanbad ärztlich begleitet umsetzte.
Sebastian Kneipp unterstützte das Vorhaben ausdrücklich und empfahl das Jordanbad sogar in seiner bekannten Schrift „Meine Wasserkur“. Am 23. April 1889 wurde das Jordanbad als erstes „Kneippbad“ eröffnet.
Damit wurde Biberach zu einem wichtigen Ort in der frühen Verbreitung der Kneipp’schen Gesundheitslehre. Bis heute steht diese Verbindung für die enge Beziehung von Natur, Wasser, Bewegung und Gesundheit.
Explizite Kneipp-Anwendung werden im Jordanbad heute nicht mehr angeboten. Die bekannten Kneipp-Tretbecken gibt es aber sowohl in der Therme selbst als auch, frei zugänglich, in der Parkanlage des Dorint Hotels Jordanbad.
Wer sich mehr über die Kneipp Philosophie informieren möchte, findet beim Kneipp-Verein Biberach e.V. mehr Informationen.
Einen spannenden Artikel über Sebastian Kneipp und das Jordanbad findet sich unter den Veröffentlichungen der Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Kreis Biberach e.V..
Wichtige Ereignisse zu Sebastian Kneipp & dem Jordanbad
Jahr | Ereignis |
|---|---|
um 1500 | Der Hof unter dem Wasacher Berg wird bereits als Jordanbad bezeichnet. |
1821 | Geburt Sebastian Kneipps. |
1886 | Gründung einer landwirtschaftlichen Winterschule im Jordanbad; Kneipp veröffentlicht „Meine Wasserkur“. |
1887 | Dr. Johann Nepomuk Stützle nimmt erstmals Kontakt zu Pfarrer Kneipp auf. |
1887 | Kneipp schreibt an Stützle über die geplante Gründung einer Heilanstalt. |
1888 | Stützle studiert in Wörishofen Kneipps Methoden und Wassergüsse. |
1889 | Eröffnung des Jordanbads als erstes „Kneippbad“. |
1889 | Kneipp besucht „seine“ Wasserheilanstalt im Jordanbad. |
1893 | Hochbetrieb im Jordanbad; adelige und kirchliche Gäste, darunter Gäste aus Portugal und sogar Bischof Audo aus Mossul genossen ihren Aufenthalt hier. |
1893 | Nachricht von Kneipps Ernennung zum päpstlichen Geheimkämmerer. |
1897 | Sebastian Kneipp stirbt in Wörishofen. |
FAQ Sebastian Kneipp
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Sebastian Kneipp war ein Pfarrer und Naturheilkundler des 19. Jahrhunderts. Bekannt wurde er durch seine Wasseranwendungen, aber auch durch ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis aus Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und innerer Ordnung.
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Die wichtigste Verbindung ist das Jordanbad. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es zu einer der frühen Kneipp’schen Wasserheilanstalten. Damit wurde Biberach zu einem bedeutenden Ort in der Verbreitung der Kneipp’schen Gesundheitslehre.
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Ja. Sebastian Kneipp besuchte das Jordanbad mehrfach und lobte die Anlage ausdrücklich. Er sah dort seine Wasserheilmethode gut umgesetzt und empfahl das Jordanbad Menschen, die eine Kneippkur machen wollten.
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Dr. Johann Nepomuk Stützle war der Arzt, der Kneipps Wasserheilverfahren im Jordanbad fachlich begleitete. Er kannte Kneipps Methode aus Wörishofen und trug entscheidend dazu bei, dass sie im Jordanbad ärztlich betreut angewendet wurde.
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1958 produzierte die Österreichische Film GmbH den Heimatfilm Sebastian Kneipp – Ein großes Leben (Verleihtitel in Deutschland auch Sebastian Kneipp – Der Wasserdoktor respektive Arzt ohne Examen). In den Hauptrollen spielen Carl Wery als Kneip und Paul Hörbiger als Erzherzog Joseph.
Der Film ist kostenlos auf YouTube zu sehen: Der Wasserdoktor